Behörden & Gerichte
Neuer Dolmetschdienst „Hi-Dol“ Ab November werden vier Kräfte für Arabisch, Französisch, Ukrainisch, Russisch und Kurdisch eingestellt,

Ab Januar 2027 startet die Stadt Hildesheim gemeinsam mit dem Verein Asyl den neuen Dolmetschdienst „Hi-Dol“, um Sprachbarrieren bei Terminen in Kitas, Schulen und Behörden zu überwinden.
Im Stadtgebiet leben Menschen aus 148 Nationen – entsprechend groß ist der Bedarf an professioneller Sprachmittlung. Statt digitaler Übersetzungshilfen oder Kindern als Laiendolmetscher sollen künftig geschulte Sprachmittelnde vermitteln.
Der Dienst ist Teil des Projekts „Vielfalt Erleben 2.0“, für das rund 4 Millionen Euro aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds eingeworben wurden. Sozialdezernent Malte Spitzer betont den langjährigen Bedarf an einem organisierten Pool für Sprachmittlung; Projektkoordinatorin Rosa Lynn Grave hebt den Fokus auf Kitas, Schulen und städtische Behörden hervor.
Ab November werden vier Kräfte für Arabisch, Französisch, Ukrainisch, Russisch und Kurdisch eingestellt, ergänzt durch Ehrenamtliche mit Sprachniveau B2. Koordinator Reimer Glück betont: Zwei Sprachen zu sprechen mache noch keinen guten Dolmetscher – eine Schulung vermittelt rechtlichen Rahmen, Rolle und Gesprächstechniken.
Das Projekt zeigt, wie wichtig geschulte Dolmetscher und Sprachmittler abseits von Alltagssprachen bleiben. Für beglaubigte Übersetzungen, Übersetzungen für Behörden, Ämter oder das Jobcenter sowie bei Aufenthaltstiteln braucht es weiterhin vereidigte Dolmetscher. Auch Gerichtsdolmetscher, medizinische Dolmetscher im Krankenhaus und Fachübersetzer für Wirtschaft, Verträge und Geschäftskorrespondenz bleiben unverzichtbar – vermittelt etwa über eine erfahrene Dolmetscheragentur
